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##unterkategorien##Auf Rarotonga liegt an der Nordküste der Insel Avarua, die Hauptstadt der Cookinseln. Die Ansiedlung mit etwa 2000 Einwohnern macht allerdings eher den Eindruck eines beschaulichen Dörfchens. Dabei dominieren nüchterne Zweckbauten, die jedoch mit viel tropischem Grün eingerahmt sind. Von der ursprünglichen Kolonialarchitektur ist nicht viel übrig geblieben. Im Wesentlichen hat Avarua nur eine Hauptstraße, die in der Verlängerung als Küsten-Ringstraße 31 Kilometer rund um die Insel führt. Auf ihr verkehrt auch der Linienbus, der abwechselnd rechts und links herum in einer Dreiviertelstunde um die gesamte Insel fährt. Einen zuverlässigen Fahrplan gibt es nicht, es wird weitgehend nach Bedarf gefahren, wobei der Bus nach Wunsch der Fahrgäste anhält. In Avarua gibt es zwei Durchlässe im Korallenriff, sodass zwei Häfen, ein kleiner Frachthafen und ein Fischereihafen, entstehen konnten.
Tourismus Rarotonga ist touristisch gut erschlossen. Die aufs Meer hinaus gebaute Landebahn des Flugplatzes ermöglicht auch die Landung mit Großraumflugzeugen. Der Linien-Flugverkehr wird überwiegend durch die Air New Zealand abgewickelt. Die Unterkünfte reichen von Privatquartieren bis hin zu Luxushotels.
Sehenswürdigkeiten Hauptsehenswürdigkeit in Avarua ist der Queen Makeas Palace, die ehemalige Residenz der Königin. Die Gebäude sind erst Anfang der neunziger Jahre renoviert worden, nachdem ein Hurrikan schwere Zerstörungen angerichtet hatte. Der Palast liegt in einem wunderschönen tropischen Garten mit leuchtend rot blühenden Flamboyant-Bäumen. Die Gebäude selbst sind nicht zu besichtigen, da sie noch von den Nachfahren der Königin bewohnt werden.
Gegenüber liegt die 1835 von den ersten Missionaren erbaute katholische Kirche. Auf dem malerischen Friedhof nahebei ist das Grab des amerikanischen Schriftstellers Robert Dean Frisbie, der zahlreiche Bücher über die Südsee veröffentlicht hat. Sehenswert ist auch das Grab des ersten Premierministers Albert Henry, dessen stets mit einem frischen Blumenkranz geschmückte, lebensgroße Büste die Originalbrille trägt, die er auch zu Lebzeiten getragen hatte.
Unweit des Friedhofes, etwas mehr im Landesinnern, gibt es ein kleines Museum mit einer sehenswerten Sammlung von Maori-Kunst und zwei Original-Auslegerkanus.
Unbedingt empfehlenswert ist eine Inselrundfahrt mit dem Linienbus. Nicht minder interessant als die Ausblicke auf das Meer und die Berge sind die einheimischen Fahrgäste und die zum Teil abenteuerlichen Lasten, die transportiert werden. Parallel zur Ringstraße verläuft etwas mehr im Landesinnern die alte Straße Ara Metua. Sie ist nicht durchgehend erhalten und erschließt heute nur noch einige Plantagen. Für den Wanderer oder Radfahrer bietet sie jedoch interessante Ausblicke.
Im Nordosten liegt unweit der alten Straße der Arai te Tonga, eine vor 800 Jahren errichtete steinerne Kultplattform. Der Ort ist den Bewohnern heute noch heilig. Die Ariki, die Maori-Häuptlinge der Insel, werden hier feierlich in ihr Amt eingeführt.
Im Osten der Insel liegt hinter einem Durchbruch im Korallenriff der alte Hafen Ngatangiia. Hier sollen im Jahre 800 n. Chr. die ersten Siedler aus Polynesien gelandet sein. Der Sage nach sollen 1350 n. Chr. von hier aus 14 Kanus zur Besiedlung des 3.000 Kilometer entfernten Neuseeland aufgebrochen sein. Der Nachbau eines großen Kriegskanus für das Pacific Art Festival im Jahr 1992 soll daran erinnern.
Nur wenige Kilometer davon entfernt liegt der Muri Beach. Der feine weiße Sandstrand, die blaue Lagune und der Blick auf die vorgelagerten palmenbewachsenen Moutus lässt alle Südseeträume wahr werden. Hier sind auch der Segelclub und die meisten Touristenhotels der Insel angesiedelt. Von hier bis zum malerischen Dorf Titikaveka im Süden erstrecken sich die schönsten Sandstrände der Insel.
In der Nähe des Flughafens im Nordwesten liegt am Strand ein großer, schwarzer Monolith, um den sich viele Legenden ranken. Von hier sollen die Seelen der toten Maori ihre letzte Reise westwärts über das Meer zum legendären Land Avaiiki, dem Ursprung aller Maori, antreten.
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