Das andere Ende der Welt – die Osterinsel
Juli 1st, 2009Für manche Menschen gibt es keinen schöneren Strand als Anakena. Er liegt im Norden der Insel und ist auch der einzige, an dem man baden kann. Der Sand ist hier fein und schneeweiß, Wasser von tiefer türkiser Farbe und nur steinerne Figuren hinter den (aus Französisch Polynesien verpflanzten) Palmen verraten, dass es sich hier nicht um eine „gewöhnliche“ Südseeinsel handelt. Es ist ein magischer Ort. Stellen Sie sich nur vor: das nächste bewohnte Stück Erde (die Insel Pitcairn) ist fast 2.000 km und das feste Land (Chile) 3.600 km von hier entfernt! Eben das Ende der Welt.

Polynesia Tours bietet ausschließlich Paketprogramme VON TAHITI AUS auf die Osterinsel an. Wer also seinen Südseeurlaub in Französisch Polynesien mit einem Aufenthalt auf der Osterinsel ergänzen möchte findet sicher das geeignete Programm. Direktreisen auf die Osterinsel werden von anderen Veranstaltern angeboten.
Steinerne Figuren, ein Markenzeichen der Osterinsel, stehen hier und scheinen auf jemanden oder etwas zu warten. Die Legende sagt, dass Anakena der Ort ist, an dem ca. 450 n. Chr. erste Boote mit Siedlern angelegt haben. Wahrscheinlich Polynesier. Sie gaben dem Ort den Namen Te Henua – Nabel der Welt. Erst ihre Ahnen änderten den Namen in Rapa Nui – der große Felsen. Woher also der Name Osterinsel? Es waren Europäer, die hier im Jahr 1722 landeten und es gerade Ostersonntag war … Der Name ist also der Insel selbst nicht gerecht, er spiegelt nur die Selbstverständlichkeit, mit der Kolonialherren alles und jeden in Besitz nahmen und ihnen die eigene Kultur aufzwangen.

Auf der ganzen Insel befinden sich 887 moai – steinernen Figuren, obwohl nur ein Teil von ihnen aufgestellt wurden. Die größte Anhäufung der geheimnisvollen Skulpturen ist im sog. Steinbruch am Hang des Vulkans Rano Raraku zu bewundern (397 Statuen!). Hier steht auch der größte moai: er ist über 21 m groß und wiegt 180 Tonnen. Wie diese Kolosse bis zu den 20 - 25 km entfernten Aufstellorten transportiert wurden, bleibt bis heute ein Geheimnis. Genauso wie die Antwort auf die Frage, zu welchem Zweck sie entstanden sind.

Wenn man so eine Menge Steinstatuen an einem Ort sieht, wo nur Gras wächst, kann man nicht der Frage ausweichen: wie konnte so was nur entstehen? Nach den wissenschaftlichen Studien stammen die Statuen aus 1200 – 1680 n. Chr. Wahrscheinlich wurden sie von dem Stamm Tiahuanaco erbaut, der heute Bolivien und Chile bewohnt. Damals zeichnete sich auch die Insel durch eine komplett andere Landschaft aus, sie besaß z.B. Palmenwälder. Die Arbeiten wurden gegen 1680 unterbrochen aufgrund von Hungersnot, Überbevölkerung der Insel und Stammeskriege. Eine der Theorien sagt auch, dass die Statuen immer größer gebaut wurden, so dass das Leben ihrer Baumeister so sehr beansprucht wurde, dass diese schneller starben und infolge dessen die rätselhafte Kultur mit starb. Natürlich haben hier die UFO-Anhänger auch eine Meinung zu ![]()

Und wie sieht der Alltag auf der kaum 4.000 Einwohnern zählenden Insel aus? Fast wie in einer kleinbürgerlichen Stadt: jeder kennt jeden, ein neuer Tratsch bewegt sich mit blitzschneller Geschwindigkeit. Die Jugend träumt vom Wegfliehen. Wer eine Ausbildung genießen möchte, muss auf den Kontinent ziehen, nach Chile gehen. Familie gründen? Zu wenig „frisches Blut“, obwohl immer mehr weiße Menschen auf die Insel kommen. Früher gab es mehr Einwohner, schätzungsweise ca. 10.000, aber sie haben sich gegeneinander … aufgegessen.![]()
Damals, als es keine Tiere gab und die einzige Eiweißquelle im Pazifik zu jagen war, musste man auf der Suche nach Fleisch manchmal auch den eigenen Nachbar auf das Feuer werfen (Rinder, Pferde und Schafe wurden erst von Europäern gebracht). Als besondere Spezialität galten Finger und Zehen. Die einzige Stadt der Insel, Hanga Roa, besteht aus ein paar Straßen, einstöckige Familienhäuser mit Vorgärten, zwei Discos, wenige Kneipen und eine interessante katholische Kirche sowie für die Anhänger der polynesischen Mythologie zugleich.

Auf der Osterinsel befindet sich auch eine Notlandebahn für … Weltraumfähren, die aber noch nie benutzt wurde. ![]()
Tahiti-Moorea-Tahiti oder eine Fährfahrt die ist lustig...
Juli 1st, 2009Nach der Ankunft in Flughafen Papeete gibt es nicht bequemeres, als über einen Parkplatz zu gehen, in eine Maschine von Air Moorea zu steigen und nach 7 Minuten Flug die Insel Moorea zu erreichen.
Obwohl viel langsamer als ein Flugzeug, bleibt die Fähre immer noch eine attraktive Alternative und garantiert eine entspannende, 40-minütige Überfahrt.
Viele Touristen, die Moorea besuchen, erreichen die Nachbarinsel Tahitis mit der Fähre. Der Fährterminal befindet sich im Hafen von Papeete (ca. 6 Km vom Flughafen entfernt). Vom Airport auf Tahiti aus muss man sich jedoch ein Taxi bestellen, denn zu Fuß mit Gepäck ist der Hafen dann doch zu weit entfernt.
Die Überfahrt ist gemütlich und man nähert sich der Insel langsam – eine traditionelle Art durch die Südsee zu reisen, die Insel immer näher kommen zu sehen. An Bord gibt es klimatisierte Räume und eine Snackbar. Es gibt zwei Fähren eine kleinere und eine größere, die auch Autos mit an Bord nimmt.
In Moorea (im Hafen von Vaiare) angekommen müssen Sie ebenfalls mit Transferkosten rechnen. Entweder Sie buchen einen Transfer bereits mit Ihrem Gesamtpaket oder Sie suchen einen Taxistand auf. Aber Vorsicht: Die normale Taxifahrt kann sehr teuer werden. Wir empfehlen daher den Transfer gleich beim Veranstalter mitzubuchen.
Am Airport von Moorea gibt es einen Transfer-Terminal mit Minibussen (Vans). Diese sind ebenfalls günstiger als die lokalen Taxis.
Natürlich gibt es auch Öffentliche Busse, aber sie sind langsam und falls Sie viel Gepäck haben, kann das Ärger hervorrufen.
Für Gäste auf Moorea ist die Fähre auch ein guter Weg, um einen Tagesausflug nach Papeete zu unternehmen. Die Fähren fahren in der Regel zwischen 06:00 Uhr und 18:00 Uhr jede Stunde hin und zurück.
Flüge in die Südsee - wann buchen?
Juni 4th, 2009Immer wieder werden wir bei Polynesia Tour gefragt, wann es ratsam wäre die Flüge für eine Südseereise zu buchen. Leider stellen einige Kunden diese Frage gar nicht oder viel zu spät.
So müssen aktuell viele Kunden merken, dass sie ihre geplante Südseereise vermutlich auf den nächsten Sommer verschieben müssen, weil es mittlerweile kaum noch frei Sitzplätze in den günstigen Economy-klassen für die Sommermonate bis in den Herbst hinein gibt.
Da der Flugpreis einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmacht, sind die meisten Kunden bestrebt, von den günstigen Economypreisen zu profitieren, diese sind aber - genauso wie bei den Billig-Airlines - immer nur auf ein kleines Kontingent beschränkt. Und da die Südsee um ein vielfaches weniger frequentiert wird, als beispielweise das Mittelmeer oder die Karibik, gibt es auch noch viel weniger Flugzeuge pro Woche, die das Traumziel anfliegen.
Es gibt auch nur wenige Airlines, die man buchen könnte. Ganz vorne stehen:
1. Die Air New Zealand (fliegt Fiji, Französisch Polynesien, Samoa, Tonga, die Cook Inseln, Neukaledonien und Vanuatu an)

2. Die Air Tahiti Nui (nur für Französisch Polynesien)

3. Die Air France (nur Französisch Polynesien)
Wann also sollte man buchen?
Sobald Sie sich entschieden haben, sollten Sie sich um Flüge kümmern, denn die Flüge sind das A und O
Wir können Internationale Flüge maximal 11 Monate im Voraus buchen. Eine Buchung zwischen 10 bis 6 Monate vor Abreise ist also deutlich zu empfehlen.
Wie wird geflogen?
Es gibt zwei Hauptrouten. Je nach Airline einmal von Europa (über London oder Paris oder von Frankfurt direkt) nach Los Angeles und von Los Angeles weiter in die Südsee. Oder von Europa (London oder Frankfurt) über Auckland/Neuseeland in die Südsee. Reizvolle Stopoverziele können die langen Flugzeiten etwas auflockern (z.B.: Hong Kong, Schanghai, Auckland, Los Angeles u.a.).
Über Singapur gibt es derzeit keine Möglichkeit in die Südsee zu fliegen - nach dieser Kombination werden wir immer wieder gefragt.
Wie lange dauert der Flug
Wenn man in einem Stück durchfliegt und nur zum Auftanken einmal in den USA zwischenlandet benötigt man ungefähr 24-25 Stunden Reisezeit. Man ist also einen ganzen Tag unterwegs. Manche Flugverbindungen benötigen allerindgs einen Stopp und dann ist man mindestens 2 Tage unterwegs.
Viele Inseldestinationen werden von den großen Internationalen Airlines auch nur einmal pro Woche angeflogen, das sollte bei einer Reiseplanung immer im Hinterkopf bleiben. Gerade Inselexoten wie Tonga und Samoa haben es da schwierig, denn sie lassen sich nur bei einer langen Reisezeit gut miteinander kombinieren.
Wenn es finster wird
Mai 13th, 2009Totale Sonnenfinsternis 11.07.2010
Eine plötzliche Dunkelheit mitten am Tag war schon immer ein tief erschütterndes Ereignis für ihre Beobachter. Stellen Sie sich vor: das so selbstverständliche Tageslicht verschwindet auf einmal, alles schweigt, kein Vogel zwitschert, keine Grille zirpt. Der Himmel nimmt gespenstische Farben an und der kalte Wind treibt die Wolken.
- Ein besonderer Moment für philosophische Gedanken. Ein Naturphänomen, das sich massiv in unser Gedächtnis prägt. Wir können es einfach nicht ignorieren.
Am 11.07.2010 findet eine totale Sonnenfinsternis fast ausschließlich über den endlosen Wasserflächen des südlichen Pazifiks statt. Die Verfinsterung beginnt über 1000 Km nordöstlich von Neuseeland und zieht weiter über den Südpazifik. Am frühen Morgen verdunkelt sich der Himmel über dem Seegebiet der Cook Inseln.
Der Kernschatten ist jedoch nur auf Mangaia, der südlichsten aller Cook-Inseln zu erleben.
Nur 10 Minuten später streift der schwarze Schatten Tahiti, die Hauptinsel Französisch Polynesiens nur knapp, um wenige Minuten später über den abgelegenen Atollen des Tuamotu-Archipels zu erscheinen.
Die Zentralzone des Schattens wendet sich später nach Süden, so dass um die Mittagszeit die totale Sonnenfinsternis auf Rapa Nui (Osterinseln) beobachtet werden kann. Wenig später endet die Finsternis schließlich an den östlichen Hängen der Anden in Chile.
Wer diesem mystischen Ereignis in der Südsee beiwohnen möchte erhält nun Gelegenheit dazu.
Das berühmte Frachtschiff Aranui III hat extra zu diesem Ereignis eine Sonderfahrt in seinem Programm aufgenommen. Mehr Infos dazu erhalten Sie auf unseren Seiten!

Wer eine komplette Yacht chartern möchte, um dem Ereignis exklusiv beizuwohnen erhält auch dazu Gelegenheit. Bitte schicken Sie uns eine Email an info@polynesia-tours.de , wenn Sie weitere Informationen dazu erhalten möchten.

Captain James Cook - Namensgeber der Cook Inseln
November 13th, 2008Captain James Cook (1728-1779) – kein anderer Mensch hat die Erkenntnis von der Welt so sehr verändert und der anderen Seite unseres Planeten ein Gesicht gegeben, wie dieser englische Entdeckungsfahrer.
Entgegen den damaligen Traditionen gelang es James Cook, sich langsam in der britischen Handelsmarine hochzuarbeiten. Er brachte sich selbst die Grundkenntnisse in Mathematik und Astronomie bei und träumte von unbekannten Ländern und Völkern, die auf dem Südkontinent liegen sollten. Nach vielen Jahren als Kapitän auf einem Kohlenschiff, erhielt er tatsächlich den Auftrag eine Entdeckungsreise in den Südpazifik zu unternehmen.

James Cook war bereits 40 Jahre alt, da übernahm er im Auftrag der Royal Society das Kommando über die Endeavour. Sein offizieller Auftrag waren astronomische Beobachtungen auf Tahiti, sein inoffizieller Auftrag die Suche nach dem verborgenen Kontinent Terra Australis Incognita.
90 Mann folgten unter dem Kommando eines großartigen Navigators, der mit Stolz berichten konnte, wie er seine Mannschaft vor der tödlichen Krankheit Skorbut schützen konnte. Seine akribischen Aufzeichnungen über die Völker und Küsten, die er entdeckte, seine kartographischen Aufzeichnungen der unbekannten Welt im Südpazifik, die Entdeckung Neuseelands und anderer Länder, veränderten die Welt im Ganzen.

Entgegen vielen anderen Entdeckungsfahrern, verhielt sich Cook gegenüber den Menschen fremder Völker zumeist friedlich und trat ihnen nicht mit moralischen Wertevorstellungen oder dem Ziel der Ausbeutung entgegen. Sein Ziel – sein Traum – war die Entdeckung des Unbekannten und die wissenschaftliche Aufarbeitung für die Menschen zu Hause.
Umso tragischer ist sein Tod auf seiner letzten Südseereise. Auf Hawaii durch einen unnötigen Konflikt von den Einheimischen im Kampf erschlagen und im Erdofen zubereitet, stirbt der Entdeckungsfahrer einen grausamen Tod.

James Cook – er ist nicht nur Namensgeber für die Cook Inseln, sondern hat auf seinen drei Südseereisen zahlreichen Inseln, Riffen und Küstenstreifen ihre heutigen Namen gegeben.
Immer zwischen Juli und Oktober - Wale
November 13th, 2008Jedes Jahr zwischen Juli und Oktober, also während des “Südsee-Winters”, suchen Buckelwale die Lagunen der Austral-Inseln (besonders Rurutu) sowie Tahiti und Moorea auf (aber auch andere Südseedestinationen sind sehr begehrt: Neukaledonien, Cook Islands, Tonga u.v.m.). Die bis zu 16m langen Tiere genießen das Südsee-Paradies, um sich fortzupflanzen und um sich der Pflege ihrer dort geborenen Babys zu widmen. Die riesigen Säugetiere mit den großen Fluken (Schwanzflossen) und langen Brustflossen sind besonders für Ihre Gesänge bekannt, die in wahre Arien ausarten können. Die Melodien dieser Balzgesänge sind ab und zu sogar ausserhalb des Wassers zu hören und sorgen für Gänsehaut und melancholischer Freude gleichzeitig. Wer das Glück hat, diesen Tieren unter Wasser zu begegnen, wird sein Leben lang voller Ehrfurcht an dieses Erlebnis zurückdenken.

Der Buckelwal kommt in allen Ozeanen vor. In den Sommermonaten halten sie sich in den polaren Meeren auf, während sie ihre Winterquartiere in tropischen und subtropischen Gewässern aufsuchen. Die Tiere halten sich häufig in Flachmeerzonen auf, weshalb die Chance groß ist, die Tiere sogar vom Ufer aus zu sehen. Tiefere Meeresgebiete durchqueren sie nur auf ihren Wanderungen zwischen den Sommer- und Wintergebieten.
Sein Name hat mit seinem Tauchverhalten zu tun. Beim Abtauchen bildet er einen Buckel und hebt regelmäßig seine ganze Schwanzflosse vollständig aus dem Wasser. Je nach Nahrungsdichte in den jeweiligen Tiefen kann der Tauchgang eines Buckelwals zischen 15 und 30 Minuten dauern (im Nordmeer). Seltener taucht ein Buckelwal jedoch länger als 3-9 Minuten.

Buckelwale können schnell schwimmen. Als Spitzengeschwindigkeiten wurden bis 27 Kilometer pro Stunde gemessen, die die Tiere in sehr erregtem Zustand erreichen können, die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt jedoch nur 5 Km/h.
Die Nahrung der Buckelwale besteht vor allem aus Krill (Kleinkrebse, die Teil des Planktons sind) und zu einem kleinen Teil auch aus Fischen. Gefressen wird nur in den Sommerquartieren in Wassertiefen bis zu 50 Meter, im Winter zehren Buckelwale von ihren Fettreserven.

Buckelwale leben überwiegend allein, gelegentlich trifft man sich zum gemeinsamen Jagen und Kühe mit ihren Neugeborenen werden oft von einem Bullen begleitet. In den Nahrungsgründen und den Fortpflanzungsgebieten jedoch, finden sich größere Gruppen zusammen, weshalb das „Whalewatching“ in Französisch Polynesien doppelt so schön ist.
In Französisch Polynesien liegt das Fortpflanzungsrevier der Buckelwale, weshalb man hier die wunderbaren Walgesänge vernehmen kann, die so einzigartig im Tierreich sind. Der Gesang der Buckelwale gehört zu den facettenreichsten Tierlauten weltweit und es wurden bereits 622 verschiedene Laute gemessen, die mit 190 Dezibel zu den lautesten Rufen der Tierwelt zählen.
Da die Tragezeit der Weibchen etwa 12 Monate beträgt, werden in den Gewässern Tahitis auch immer die Jungen zur Welt gebracht. Die ca. 4 Meter großen Kälber bleiben mindestens ein Jahr bei der Mutter. Danach entscheidet sich das auf bis zu 7,5 Meter gewachsene Tier, allein weiter zu schwimmen oder sich einer Gruppe anzuschließen.
Photos von: Yves Lefevre, mit freundlicher Genehmigung von Tahiti Tourisme
Der Traum vom Weltenbummler zur See
November 13th, 2008Wilfried Erdmann zählt sicher zu den bekanntesten deutschen Weltumseglern unserer Zeit. Zwischen 1967 und 1968 unternahm er mit der nur 7 Meter langen Slup KATHENA seine erste Reise. Sie führte Ihn in die Karibik, nach Tahiti und um das Kap der Guten Hoffnung. Als er am 7. Mai 1968 in Helgoland ankam, war er der erste Deutsche, der die Welt in einem Segelboot umrundet hatte. Die Südsee muss einen bleibenden Eindruck auf ihn gemacht haben, denn rund zehn Jahre später durchstreifte er die südpazifischen Gewässer zusammen mit seiner Frau Astrid und dem dreijährigen Sohn Kym. Diese Südseefahrt dauerte drei Jahre und heraus kam ein wundervolles Buch zum träumen und staunen.
Kreuz und quer durch den Pazifik erkundete die kleine Familie auch die hintersten Inseln von Fiji, Tuvalu, Gilbert, Marshall, Salomon, Neuguinea, Malaysia und den Malediven. Insgesamt legten die Erdmanns 20422 Seemeilen zurück und nicht weniger als 144 Inseln standen am Ende der Reise als Stopps in ihrem Logbuch.
“Der Blaue Traum – Leben und Segeln in der Südsee“ ist auch heute noch ein Standardwerk, das jeden Segler und Südseeromantiker träumen lässt und das innere Verlangen füttert, eines Tages selbst eine solche, ganz sicher unvergessliche und lebensbejahende, Reise zu unternehmen.

Das auch in der Südsee nicht jeden Tag eitel Sonnenschein herrscht, wird beim Studium der Lektüre auch klar. Dennoch sind es eben jene Erfahrungen und Bilder, die uns Europäer seit der Zeit der Entdeckungsfahrten von einem besseren Ort auf der Welt träumen lassen. “Tausend Tage Robinson” beschreibt die einzigartige Hochzeitsreise des frischen Ehepaares Erdmann durch die Südsee! Eine romantische wie entbehrungsreiche Zeit, in der das Paar die Südsee vermutlich in ihrer natürlichsten Art erlebt hat.
Eine solche intensive Reise durch die Welt der Südsee ist, ganz zu schweigen vom Erwerb der Segelkenntnisse und einem Segelboot, nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen, denn wer kann sich schon drei Jahre von seiner Arbeit und Existenz in der Heimat lösen?
